Gamander – Teucrium x lucidrys

6. Januar 2017

Ich bin ja ein Fan von formalen Bauerngärten mit hübschen Buchshecken als Abgrenzung. Der Buchs ist allerdings in den letzten Jahren etwas in Verruf geraten durch das Buchssterben. Ausgelöst wird das Buchssterben durch einen Pilz, den Cylindrocladium buxicola.

Ich konnte in Gartenforen jahrelang verfolgen, wie es immer mal wieder einen Garten erwischte und reihenweise lang gehegte und gepflegte Buchshecken dem Pilz zum Opfer fielen. Da ich obendrein kategorisch jegliches Spritzen in meinem Garten zugunsten der Tierwelt ablehne, habe ich mit Buchs gar nicht erst angefangen, sondern gleich nach Alternativen gesucht.

In meinem alten Garten hatte ich einiges ausprobiert, wie Zwergthymian, Zwerg-Ysop, Ilex crenata etc.

Unter anderem hatte ich auch den immergrünen Gamander ausprobiert und der gefiel mir von allen Alternativen am besten. Dazu noch den Ilex crenata für Kugeln (dafür eignet sich der Gamander nämlich wenig).

Der immergrüne Gamander, mit botanischem Namen Teucrium x lucidrys – ist ein kleiner Halbstrauch, der sich sehr gut schneiden lässt. Dazu wächst er recht zügig und es ist leicht Stecklinge zu gewinnen. Blühen tut er auch, wenn man ihn lässt und seine purpurfarbenen Blüten werden dann reichlich von Hummeln angeflogen. Dazu ist er sehr genügsam und hält sehr gut Trockenheit aus (für mich bei meinem Sandboden immer ein wichtiger Punkt, denn ich verweigere es auch, im Sommer jeden Abend zu gießen oder zu sprengen. Pflanzen, die es nicht so schaffen, haben in meinem Garten wenig Chancen).

Ich hatte in meinem alten Garten bereits eine kleine Gamanderhecke. Die habe ich natürlich mitgenommen und aus dieser dann durch Stecklinge die übrigen Heckenpflanzen gewonnen, die ich hier für den Kreuzgarten brauchte.

Die Gamanderhecke ist noch nicht überall richtig zusammen gewachsen, aber es geht voran. Auf diesem Bild sieht man im Vordergrund links die aus dem alten Garten mitgenommene Hecke. So soll es dann bald überall aussehen.

Und nochmal näher:

Im Hintergrund, also auf der anderen Seite des Rondells und rechts sieht man Stecklinge im zweiten Jahr und damit auch, wie schnell es doch geht.

Schnell wachsen bedeutet allerdings natürlich auch immer, dass man auch mal öfter schneiden muss, aber öfter als zweimal im Jahr habe ich bislang noch nicht geschnitten und damit kann ich gut leben.

Wenn man ihn dann blühen lässt, geht die formale Optik natürlich ein bißchen aus dem Leim, aber…ach ja…wo die Hummeln ihn doch so mögen. Ich lass ihn immer bißchen blühen. Danach wird er dann geschnitten und dann sieht es wieder schön formal aus 😉

Hier die 2-jährigen Stecklinge in der Blüte:

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Kommentar

Warum habe ich das im alten Garten gar nicht wahr genommen? Zuviel Rosen und Anderes geguckt, zuviel gequatscht 😉 Ich finde das so lustig, das unsere Lösung die Gleiche ist 🙂
Liebe Grüße
Karen

Ja, das ist auch lustig.
Dass Du das im alten Garten nicht gesehen hast, mag daran liegen, dass ich das auch erst in den letzten zwei oder drei jahren dort gemacht habe. Ich weiß jetzt nicht mehr, wann Du zum letzten Mal da warst, aber vielleicht war das vorher oder die anfängliche Gamanderhecke war noch im Baby-Stadium und von daher leicht übersehbar.