Bau des Rondells

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich eine Allergie gegen Rasensoden habe? Deswegen muss ich sie auch alle abstechen.
Nein, ich habe natürlich keine Allergie gegen Rasensoden, aber ich möchte ja einen blühenden Garten und nicht eine langweilige Rasenfläche. Darüber hinaus hatte es hier gar keinen Rasen, sondern nur eine Moos-Kraut-Matte.
Kürzlich sagte ich zu einer Freundin, die ob meiner groß angelegten Buddelei den Kopf schüttelte, der Garten soll ja schön grün werden. Da meinte sie: „Naja, grün war er vorher, bevor Du angefangen hast, zu buddeln.“

Hmmm…irgendwie hat sie mich nicht verstanden. 🙄

Ich spielte also weiter Maulwurf und stach Quadratmeter für Quadratmeter die Rasen Moos-Kraut-Matte ab. Die linke Seite des Kreuzgartens im vorderen Teil nahm so ganz langsam Gestalt an. Die zwei Viertel links waren fast vollständig abgestochen und größtenteils auch schon bepflanzt.

Rasenweg und Plattenweg sollten natürlich nicht so bleiben, aber das kam später…
Meine Reihenfolge der Arbeitsschritte war natürlich sehr unorthodox. Sinnigerweise würde man erst die Wege anlegen, dann die Beete und dann erst pflanzen. Da ich aber ja meine Pflanzen aus dem alten Garten holte und es damit aus verschiedenen Gründen durchaus etwas eilig hatte, musste ich die Reihenfolge etwas herumdrehen.
Deswegen war auch der Teppich-Thymian im Rondell schon gepflanzt, obwohl das Rondell noch gar nicht wirklich angelegt war. Ich habe zunächst nur Innenkreis und Außenkreis des Rondells markiert und probehalber die erste Reihe Feldsteine fürs Katzenkopf-Pflaster gesetzt. Aber man konnte ja zumindest schon mal erahnen, wie das irgendwann aussehen soll.

Fertiggestellt wurde das Rondell (bis auf die Seitenwege) dann im Juli 2015.

Der Plattenweg hat ein Mosaik bekommen, damit er nicht ganz so trist wirkt.

Und nochmal – weils mir immer so viel Freude macht und als Ermutigung und Anregung für alle, die einen solch hässlichen Betonplatten-Weg in ihrem Garten haben – ein Vorher-Nachher des Betonplatten-Weges:

Sieht doch gleich viel besser aus…

Ein Weg aus Natursteinplatten wäre natürlich schöner, kostet aber halt ordentlich Geld und die Betonplatten waren ja nun schon mal da. Und wenn die Ritzen dann mit der Zeit von gewolltem Un-Kraut, wie z.B. Kriechthymian, Duftsteinrich, Steinbrech-Felsnelke etc. erobert werden, dann gefällt mir das noch viel besser. Hier haben sich inzwischen Moos und die Steinbrech-Felsnelke (Petrorhagia saxifraga) angesiedelt.

Dann wurden noch die Seitenwege des Kreuzgartens gestaltet. Diese Wege sind leider sehr kurz, da der Garten eben schmal ist. Der linke Weg führt dazu noch nirgendwohin, sondern endet nach ein paar Metern vor dem Sichtschutzzaun meiner Nachbarn. Deswegen konnte ich es mir hier auch leisten, ihn für die schöne Optik durch Pflanzfelder mit Thymian und Lavendel zu unterbrechen. Ich finde das sehr hübsch, aber auf einem viel begangenen Weg wäre es natürlich schon etwas störend. Auf diesem kleinen Stückchen aber geht das gut.

Als Blickfang am Ende hat der kurze Stichweg dann eine kleine Präsentationsfläche für Blumenpötte und Deko bekommen, gerahmt von den Rosen „Gertrud Jekyll“ und „Gruß an Labenz“, die im Lauf der Zeit auch einen Bogen darüber bilden sollen, wofür ich ihnen dann allerdings noch eine Kletterhilfe anbieten muss.

Ein Jahr später war dann alles schon ein bißchen eingewachsen und das Rondell sah so aus:

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Kommentar

Liebe Bess, das ist ja der HAMMER, wie sich der Garten verändert hat. Meine Güte, wieviel Arbeit da drin steckt! Ich bin wirklich sprachlos. Willst Du nicht vielleicht ganz am Ende das erste Foto vom Garten einstellen, das, wo nur Rasen und Weg und Baum drauf sind? Da hat man nochmal einen schönen Vorher-Nachher-Vergleich…