Aufarbeitung eines alten Küchenbüffets

3. Januar 2017

Als ich dieses Haus kaufte, stand im Schuppen ein altes Küchenbuffet, degradiert zum Werkzeugschrank. Ich liebe diese Dinger ja und hoffte, dass es den Vorbesitzern nichts wert war und sie es dort lassen würden. So wars dann auch. Es war sofort klar, dass dieses schöne Stück in die Küche zurückwandern würde, wo es vermutlich früher schon einmal gestanden hatte.

Natürlich aber aufgearbeitet, denn so wie es war, war es nicht so wirklich schön (die Katze, die da grad drunterkrabbelt, bitte einfach ignorieren…).

 

Es gibt zweifellos noch viel schönere Küchenbuffets. Dies ist ein recht einfaches, das leider auch nur mit Plastikgriffen und Knöpfen ausgestattet war. Ich fands trotzdem toll und jede Mühe der Aufarbeitung wert. Als erstes wurden also mal sämtliche Beschläge abmontiert und da sie eben aus Plastik waren, wanderten sie auch sogleich in den Müll.

Dann wurde das gute Stück gereinigt und umfassend gut angeschliffen.

Nun sollte das Ganze einen schönen Anstrich bekommen. Unter den Shabby-Fans ist Kreidefarbe ja sehr beliebt. Die war mir aber einfach mal zu teuer. Mein erster Anstrich erfolgte mit braunem Acryllack als Grundierung, um hinterher an einigen Stellen bei den gewollten Abnutzungsspuren dunkle Stellen zu erzielen. Danach gabs einen Anstrich mit weißem Acryllack und danach einen weiteren mit leicht abgetönter weißer Wandfarbe, in die ich etwas Gips einmischte, sozusagen selbstgemachte Kreidefarbe. Nach dem Trocknen wurden dann Ecken und Kanten und teilweise auch die Flächen angeschliffen, um den Shabby-Look zu erreichen.

Dann wurde das Ganze noch gewachst, damit man es auch abwischen kann und so sieht nun das Ergebnis aus:

Neue Griffe und Knöpfe hat das Buffet natürlich auch bekommen. Teilweise habe ich dabei sehr günstige 1.- Euro-Schnäppchen aus einem bekannten Billig-Discounter mit drei Buchstaben gewählt, teilweise habe ich mir aber auch etwas teurere gegönnt, detailverliebt, wie ich bin.

Der kleine Bruder des Küchenbuffets, der ebenfalls sein Dasein jahrelang im Schuppen gefristet hatte, hängt über der Spüle. Er wurde in gleicher Weise aufgearbeitet. Da er dort etwas alleine und verloren an der Wand wirkte, hat er eine Begleitung zweier kleiner Regale bekommen. Rechts eines, das ich supersimpel aus rohen Latten gebastelt habe, links ein kleines ebenfalls selbst zusammen geschustertes Mini-Tellerregal, bei dem ich Reste von Zierleisten verarbeitet habe.

Mir gefällt das ja besser als jede noch so schicke Einbauküche, aber das ist natürlich Geschmackssache und über den lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. 😉

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