Das Gemüsegärtchen

1. Juli 2017

Nur von Rosen und schönen Blumen kann man ja nicht leben…ähm, nein, ich habe keinen Selbstversorger-Anspruch und der Nutzgarten spielt bei mir eine untergeordnete Rolle, aber so ein bißchen ernten möchte ich schon auch.

Allem voran Salat, von dem ich eine Menge brauche. Es ist auch in der Tat so, dass ich vorwiegend Pflanzen anbaue, die direkt verzehrt werden können, denn wozu ich nun gar keine Lust habe, ist im Sommer in der Küche zu stehen und irgendetwas einzukochen oder so.

Dementsprechend gibt es viel Salat, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, dazu ein paar Radieschen, Zucchini und was mir sonst noch einfällt. Naja und Tomaten natürlich, aber die habe ich im Topf. Geht einfach am besten und mache ich ja schon seit Jahren so. Ausreichend große Töpfe, gute Erde, unter Dach gestellt, passt!

Tomaten im Sommer 2016:

Nun aber zurück zu meinem Gemüsegärtchen. Hinter der Trockenmauer gab es noch einen Bereich, der sich dafür anbot. Nach Norden durch die Trockenmauer geschützt, sonnig gelegen, nahe dem Kompostplatz… ideal für einen Gemüsegarten. Einziger Nachteil: Der Weg zur Küche ist weit, aber das macht nix, weil dieser Weg durch meinen Garten führt und nirgendwo laufe ich lieber entlang.

In den ersten zwei Jahren war dieser Bereich ein Kompost-Lagerungsplatz, denn ich hatte anfangs, bevor der Kompostplatz angelegt war, hier erst mal alles gesammelt. So sah es im Sommer 2016 noch aus:

Im Frühjahr 2017 war der unter der Plane befindliche Kompost dann als Grob-Kompost fertig und wurde unter Sträuchern und Rosen verteilt. Danach habe ich die Fläche geebnet, von der unerwünschten Vegetation befreit und das kleine Nutzgärtchen mit Mini-Hochbeeten angelegt. Treu meinem Stil folgend mal wieder in Bauerngarten-Manier mit Wegekreuz, diesmal in der Mitte mit einer alten Schwengelpumpe als Deko.

Da mir das aber so zu wenig Beetfläche für Erdbeeren war, kam noch eine Erdbeer-Treppe dazu.

Der Mittelteil zwischen den beiden Treppen-Hochbeeten wurde auch noch geschlossen und davor ein halbrundes Beet mit hohem Sandanteil im Boden für trockenheitsliebende Kräuter und heimische Mager-Stauden, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anlocken sollen, als blühender Abschluss des Gemüsegärtchens angelegt.

Wie man sieht, ist immer noch Baustelle drumherum. Auch die Wurzel und die Strangfalzziegel lagern hier nur und sollen nicht auf Dauer da bleiben. Sie warten da nur auf das nächste Projekt. 😉

Inzwischen wächst es im Gemüsegärtchen schon ganz gut. Salat und Radieschen konnte ich schon reichlich ernten, ebenso ein paar Himbeeren, die dahinter am Zaun gepflanzt sind und eine Handvoll Erdbeeren gabs auch schon. Zucchini und Zuckerschoten werden nicht mehr lange auf sich warten lassen und die Heidelbeeren, die links als Abgrenzung zum Kompostplatz stehen, sind auch bald reif.

Himbeeren zwischen Herzgespann und Fenchel.

Yummi! Die ersten Erdbeeren…vom Beet in den Mund. Den Weg ins Haus schaffen sie noch nicht. Dazu müssen es erst mehr werden.

Ich habe die guten alten Erdbeersorten gepflanzt. Mieze Schindler, Senga Sengana als Befruchtersorte, da Mieze Schindler nur weiblich ist, Ostara als Nascherdbeere und Mara de Bois. Bei diesen Sorten wurde noch auf Geschmack gezüchtet und nicht auf Größe, Massenertrag und Haltbarkeit beim Transport. Das Aroma dieser Erdbeeren ist einfach ein Traum. Nachdem man die probiert hat, sind Erdbeeren aus dem Supermarkt nur noch eine wässrige Enttäuschung.

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Bess, du bist einfach der Hammer.
Sooo gerne schau ich hier rein, um zu luschern was du schon wieder „angestellt“ hast…:-)
Genieße deine Wochenende
Sonnige Grüße
Andrea